Zweiter Tag auf dem Slipway

Meinolf nimmt mit einem gemeinsamen Frühstück Abschied. Er kann seinen Flughafen Southampton per Bahn bequem erreichen. Für uns steht Großsaubermachen und Warten an. Wieder erfahren wir in unserem Pech große Hilfebereitschaft: Unser Monteur hat noch am Abend zuvor den Kran für uns klar gemacht. Gegen Mittag war es dann soweit. Der fahrbare Kran nimmt uns unter seine Fittiche. Mit großer Mühe schafft er es unsere 16t (müssen doch wohl mehr sein) zu stemmen. Die Spannung steigt, als der Kran versucht mit seiner schweren Last den Slipway hochzufahren. Die Reifen drehen im glitschigen Schlamm durch. Doch der Kranfahrer gibt nicht auf. Und dann, Zentimeter um Zentimeter schafft er es uns zunächst nach oben zu ziehen und danach auf einer danebenliegenden flacher abfallenden Bahn die Betonpiste in Richtung Wasser zu fahren. An der Wasserkante, noch auf dem Trockenen, setzt er uns behutsam ab. Der Preis für die Aktion: „Ihr habt schon genug Trouble gehabt, die Kran-Aktion kostet nichts“. Das haben wir nicht erwartet. Ein großes Lob der Coastgard, den Monteuren, dem Shoreham Sussex Jachtclub, seinem netten Barmann und den hilfsbereiten Clubmitgliedern. Ein besonderer Dank gilt Roger. Er hat uns eine Leiter besorgt, mit der wir bei Niedrigwasser bequem an Bord kommen konnten und uns spontan mit seinem Auto einen Großeinkauf im weit entfernten Tesco-Supermarkt ermöglicht. Beim Tee auf unserem Schiff konnten wir viel über sein djunken-getakeltes Acht-Meterschiff und seine Segelleidenschaft erfahren.

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