Was gibt es Neues aus der Karibik?

Nachdem uns Carsten Ende Januar verlassen hat, haben wir uns auf den Weg Richtung Nordwesten gemacht. Auf Domenica mussten wir uns leider von Wolfgang und Christine sowie unseren Kanadischen Freunden Vivien und Jaro verabschieden. Der Rest der deutschen Truppe zog weiter nach Guadeloupe. Auf diesem Weg haben uns dann Kurt und Brigitte sowie die Mar Lena mit Hubert und Farida begleitet. Die Santos mit Petra und Tom kamen etwas später wieder dazu.

Gruppe in Deshais

Unsere Wasserpumpe vom Motor leckte und musste repariert werden. Unter fachkundiger Anleitung von Hubert wurde sie zerlegt. Neue Dichtungen mussten besorgt werden. Da es weder einen Marineshop, Taxis oder Leihwagen gab, machten wir uns auf den Weg nach Pointe-A-Pitre mit dem Bus. Das Problem mit dem Bus ist nur, man weiß nicht wann er fährt. So bleibt nur warten und hoffen.

Einen Sundowner, jeden Abend auf einem anderen Schiff, das hat schon Klasse und hat die Gemeinschaft fester zusammengefügt. Die tägliche Schwimmstunde war in dieser Zeit eine gute Fitness-Übung. Aber so schön es auch war, der Abschied stand bevor. Ein 5-Gänge Menü wurde uns zum Abschied auf der Elena von unseren Freunden bereitet, super, super!! Die Zeit mit den Freunden hat einfach viel Spaß gemacht und daher mussten andere Ziele wie Antigua und Barbuda gestrichen werden.

Wir wollten ursprünglich von Deshais (Guadeloupe) nach Antigua. Doch der Wind kam nicht aus der richtigen Richtung, so disponierten wir um und es ging nach Nevis. Dort war nur eine  Übernachtung vor dem Hafen geplant. Doch es kam mal wieder anders: Ich war kurz an Land um E-mails zu checken, da hat mich auch schon der Port Officer angesprochen, ob ich denn schon einklariert hätte. Mein Einwand, dass Büros schon geschlossen hätten, galt nicht- Er sei ja schließlich auch da- und morgen früh könnte man dann einklarieren. Der „Spaß“ hat uns 50 USD gekostet. Also mussten wir am nächsten Morgen zunächst Einklarieren bevor es weiter zur Insel Statia ging.  Statia ist eine ursprünglich holländische Insel, die auch heute noch offizielle Kontakte nach Holland unterhält. Die Insel hat natürlich einen Vulkan und wir nichts wie rauf. Nach 3h anstrengenstem Fußmarsch inklusive Kletterpartie und  mehreren Treffen mit ungiftigen Schlangen hatten wir den Kraterrand erreicht. Am nächsten Tag war erst einmal Ruhe angesagt. Die Insel so klein sie auch ist, war schon immer Handelszentrum. Früher wurden Sklaven gehandelt, heute Öl aus Venezuela. Hier landeten etwa 20.000 Sklaven an. Ja, ja, die Holländer, wer hätte das gedacht. Das Wissen haben wir durch einen Museumsbesuch aufgefrischt.

St Eustatius Schangen St Eustatius Klettertour

St Eustatius Vulkan  St Eustatius Sklavenhandel

 

Da wir und entschlossen hatten unser Dinghi, das „Mäuschen“, in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen und uns ein neues Dinghi zu kaufen, war unsere nächste Position San Marten, da hier alles steuerfrei gehandelt wird. Ab jetzt zählt zu unserer Ausrüstung auch noch ein Schlauchboot der Marke „Caribe“.

Hallo USA wir kommen. Auf den US Virguin Island St. Croix in Christiansted haben wir dann am 14.02.14  festgemacht. Die Einklarierunsprocedure war aufwendig – jede Menge Formulare, Fingerabdrücke so wie ein Foto- und „schon“ war nach einer Stunde alles klar. Der Beamte war aber nett, kam extra vom Büro des Flughafens, hat das Hafenbüro ohne extra Gebühren am späten Samstagnachmittag extra für uns geöffnet und uns gut geholfen die Hürden zu nehmen.  Am Sonntag besuchten wir ein Agrar-Festival auf der Insel, es ist das größte in der Karibik.  Jede Menge Fressbuden, Live Musik und viel Informationen über Ernährung, Tiere und Traditionen.  Da am Montag, den 17.02. Presidents Day war, waren alle Museen und ein eindrucksvolles Fort aus Dänischen Zeiten eintrittsfrei, was wir natürlich auch nutzten. Die Insel war mal dänisch und vieles in der Stadt erinnert noch daran. 1917 Hat die USA die Insel von den Dänen gekauft.

St Croix Agra Festival St Croix Fort

Weiter  nordöstlich von Christiansted  liegt die Salt River Bay, in der Columbus 1643 auf einer seiner Reisen angelandet ist. Ein Informationszentrum mit einem sehr freundlichen Mann hat uns dann über alles aufgeklärt.  Die Sicht auf das Riff  und die Bucht einfach toll. Gleich hinter dem nahen Riff geht es auf 6000Ft (1800m) bei klarstem Wasser steil in die Tiefe. Die Ausfahrt aus dem Riff schien einfach, einfach der Route die wir gekommen waren entgegengesetzt folgen. Kaum hatten wir den Anker hoch, viel unser Plotter aus. Mit unserer Augapfelnavigation scheiterten wir im ersten Anlauf, wir liefen auf Grund. Kamen aber aus eigener Kraft wieder frei. Danach ankerten wir erst einmal wieder im tieferen Gewässer und behoben unser Problem. Jetzt klappte es und mit 10cm Wasser unterm Kiel kamen wir über die Sandbank und wieder durch das Riff.

Besuch Columbusmuseum

Nach einer schaukeligen 8h Fahrt ankerten wir in Vieques in einer verträumten Bucht: Weißer, palmenumsäumter Sandstrand, keine Häuser am Strand und nur vereinzelt einige Menschen. Zeit um mal wieder am Logbuch zu schreiben. Die Einklarierungsprocedur wurde von Esperanza –ein Ort auf Vieques- aus genommen und war mal wieder nicht so einfach, da die Insel schon zu Porto Rico gehört. Ein ungewöhnlicher Gast hatte sich bei uns eingenistet. Ein Baracuda fand unser Schiff so schön und blieb tagelang in unserer Nähe. Gottseidank passten wir nicht in sein Beuteschema, leider aber auch nicht unsere ausgelegte Angel. Eine Kanutour im Dunklen über einen See und durch die Mangroven  verkürzten die Wartezeit auf Michael  und Katrin die wir am Dienstag den 26.02.2014 erwarten.

Vieques Barakuja unter d Trinity

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