Vorbereitung zum Absprung über die Biskaya und die Jagd nach „German Style“ Brot

Mittwoch 1.8. Unser Liegeplatz in Plymouth, „Yacht Haven“ erweist sich als sicher, liegt jedoch „j-w-d“ (janz weit draußen). Per Bus fahren wir zweimal zum Supermarkt Morrisons. Eine Fahrt dauert fast eine halbe Stunde. Jedes Mal kehren wir schwer beladen zurück. Die Auswahl im Morrisons lässt, mit der Ausnahme von Brot nach unserem Geschmack, keine Wünsche offen. Nur weiche „Pampe“, wie Franz sagt. Für den großen Sprung über die Biskaya rechnen wir im besten Fall fünf, im schlechtesten Fall mit zehn Tagen. Wir wollen nicht gleich mit dem Selber backen beginnen. Deshalb ist geschmackvolles Brot für die ersten Tage unverzichtbar. Es muss vernünftiges Brot her! Wir organisieren uns: Rainer bleibt im Morrisons, Volkmar und Franz machen sich auf den Weg der Brotbeschaffung. – Die Information aus dem Internet über einen Tesco in der Nähe erweist sich als falsch. Nach einigen Kilometeren Fußmarsch Richtung Stadt und mehreren Passanten-Befragungen bleibt als letzte Hoffnung nur eine Busfahrt zum Sainsbury’s-Markt in die Innenstadt. Der Busfahrer gibt uns den richtigen Tipp, von welcher Haltestelle dieser Markt zu finden sei. Wir kommen gegen 19:00 Uhr an und finden ein Einkaufscenter mit vielen bereits geschlossenen Läden. Die Rolltreppen sind bereits abgeschaltet. Die Gänge dunkel und menschenleer. Die Hoffnung auf vernünftiges Brot schwindet mehr und mehr. Ein Glück kommt selten allein. Der Sainsbury’s hat bis 20:00 Uhr geöffnet und in vielen fast leeren Brotregalen finden wir in einer Ecke tatsächlich noch reichlich Schwarzbrot und „German Style“ Brot. Geduld erfordert nun die Rückfahrt zum Morrisons, wo Rainer (ohne Handy) schon seit mehr als einer Stunde mit einem übervollen Einkaufwagen wartet. Den ersten Bus verpassen wir um einige Sekunden. Nach 30 Minuten warten und 15 Minuten Busfahrt treffen wir Rainer im schon geschlossenen Supermarkt-Restaurant als letzten Gast mit dem ganzen Bier-, Wasser- und sonstigem Vorrat wieder. Der nächste Bus zum Yachthafen fährt 45 Minuten später. Rainer übersteht die lange Wartezeit arg fröstelnd im T-Shirt. – Bei der Abfahrt um fünf schien die Sonne, jetzt ist es dunkel und sehr, sehr Mai kühl. – Vollbepackt kehren wir zum Schiff zurück und besprechen beim Mitternachtsmahl die weitere Planung. Wir fühlen uns gut vorbereitet für den großen Schlag über die Biskaya. Erforderlich ist jetzt nur noch der richtige Wind. Doch der bläst in der zentralen Biskaya mit 35 Knoten (acht Beaufort) und bei uns aus Süd / Süd-West. Das passt für unser Ziel überhaupt nicht. Mal sehen, was der nächste Tag bringt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.