Rauhe Fahrt nach Lissabon mit Zwischenstop in Figuera da Foz

26. bis 29.9. 2012
Nach zeitraubenden und sehr unangenehmen Arbeiten an der Abwasser- und Kloanlage, die das Verlangen nach frischer Luft unermesslich gesteigert haben, sind wir froh am späten Nachmittag von Viano do Castello in den Abend zu starten. Anfänglich ein entspanntes Segeln. In der Nacht kommt dann kräftiger Wind auf. Weil die Windrichtung stimmt, kommen wir gut voran und laufen am Donnerstag, 27.9., gegen 17:00 Uhr in Figuera da Foz ein. Der Morgen beginnt erneut mit unangenehmen Arbeiten (siehe oben). Diesmal habe ich die „Sache“ besser im Griff. Doch frische Luft wird schnell wieder zu einem dringenden Bedürfnis. Mittags ist alles klar zum Auslaufen. Erst nehmen wir Porto ins Visier, ändern jedoch am frühen Abend unsere Pläne und setzen unseren Kurs auf Lissabon ab. Der Wind dafür ist günstig und wir verbessern unsere Chance, unser drittes Crew-Mitglied, Hans-Jürgen, in Lissabon pünktlich an Bord nehmen zu können.
Bei achterlichem Wind wird die Fahrt in der Nacht von Freitag auf Samstag bei 35 Knoten zu einem „Höllenritt“. Wir kreuzen vor dem Wind um die Belastungen für Schiff und Crew erträglich zu halten. Jede Halse gerät zu einem Kraftakt und wird mit großer Vorsicht gefahren. Beim ersten Tageslicht fahren wir die letzte Halse und biegen in die Tejo-Mündung ein. Sobald wir etwas Landabdeckung haben, lassen die Wellen nach und die Fahrt wird bequemer. Durch Strömung und Wind zieht sich die Fahrt bis zum ausgewählten Yachthafen, Doca de St. Amaro, fast direkt unter der Brücke „Ponte 25 de April“ bis Mittag hin.
Geschafft! Wir sind einen Tag eher angekommen als für den Empfang von Hans-Jürgen notwendig.

 

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