On tour again

Zunächst ganz herzlichen Dank an Ute und Rainer für ihre Heiden-Arbeiten an der Trinity. In der tropischen Hitze Trinidads hat es sehr viel Kraft gekostet den Anstrich des Unterwasserschiffs, das Aufziehen der Segel und viele kleine Reparaturen und die Reinigungsarbeiten sowie Laufarbeiten zum Segelmacher für unser neues kombiniertes Sonnen- und Regenwasser-Auffangsegel zu schaffen. Gut dass für beide noch genügend Zeit für ein paar Wochen Segeln rund um Tobago blieb und sie diese Zeit genießen konnten.

Auf Tobago fiel mir der Wiedereinstieg, dank der guten technischen Vorarbeiten von Rainer, sehr leicht. So konnten alle wichtigen Dinge während meiner ersten Woche mit Rainer gut durch gesprochen und die weitere Saisonplanung angehen werden. Am Montag (19.11.) hieß es Crewwechsel in Scarborough. Rainer verabschiedete sich und Markus, ein sehr erfahrener Segler und guter Koch kam an Bord. Nach diversen Einkäufen und intensiver Kommunikation per Fax und SMS – ohne die Markus seinen „Extratörn“  in der Karibik hätte nicht antreten können – wurden die üblichen Behördengängen erledigt. Bei jedem Wechsel der Besatzung bzw. jeder Aus- und Einreise ist der Besuch beim Zoll und Customs Pflicht (mit dem Zoll und den Einwanderungsbehörden ist hier nicht zu spaßen). Schnell wird dabei etwas „vergessen“. Diese Erfahrung blieb mir nicht erspart: In Scarborough hätte ich vor der Fahrt nach Charlotteville, beide liegen auf Tobago, noch den Zoll aufsuchen müssen. In Charlotteville (schöner Ort und gute Ankerbucht) waren deswegen gleich 100 TT$ Strafe und endlose Diskussionen mit einer Zollbeamtin fällig.

Die nächste Etappe nach Grenada in die Prickly Bay bewältigten Markus und ich recht problemlos. Unterwegs war nur der Keilriemen der Lichtmaschine für die Versorgungsbatterien zu erneuern. Im Dunkeln erreichten wir die Tyrell Bay wo uns Kurt und Brigitte von der Elena erwarteten und zu einem guten Ankerplatz lotsten. Herrliches warmes Wasser,  schwimmen schon vor dem Frühstücken, das ist für mich ein wichtiges Stück Karibik. Doch ohne Land und Leute zu sehen ist der schönste Törn nicht perfekt. Ein Ausflug über die Insel war deshalb Plicht. So sahen es auch Kurt und Brigitte,  mit denen wir einen tollen Trip zu den schönsten Aussichtspunkten, durch den Regenwald der Insel und einer alten Rum-Fabrik unternahmen.

Parkbesuch im Regenwald

Parkbesuch im Regenwald

Nach einem Tag in der Bucht vor Sant George‘s , der quirligen Hauptstadt Grenadas, verlegten wir uns in die sehr komfortable Marina von Sant George’s.  Unsere Wassertanks und Batterien wieder voll auftanken war hier easy, anders die Einklarierung von Stefan und Andreas am Flughafen. Die beiden trafen zwar pünktlich mit dem Flieger von Frankfurt via Tobago und Barbados ein. Doch ohne Hoteladresse war es nicht möglich einzureisen. Obwohl beide wussten wie das Schiff heißt und wo es lag, brachte erst der Hinweis auf den vor der Flughafenausgangstür wartenden Kapitän des Schiffes Erfolg. So erschien Stefan plötzlich in Begleitung einer Beamtin am Ausgang. Nachdem ich seine Angaben bestätigt hatte, gelang die Einreise endlich.  Die Weiterreise zu den „The Grenadines“ über Union Island Bequia nach St. Vincent stand nun mit erweiterter Crew auf dem Programm.  Darüber hat Andreas seine Erfahrungen im folgenden, sehr  interessanten Beitrag zusammengefasst.

Leider mussten Stefan (wg. Familienpflichten)  und Markus (wg. geschäftlicher Plichten) uns schon auf St. Vincent verlassen. Beiden noch einmal Danke für die schöne gemeinsame Zeit.

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