Moorea, Huahine, Raiatera, Bora Bora, Rarotonga, Niue, Vava’u

Mo’orea– ragt mit majestätischen Vulkangipfeln aus dem glasklaren Türkisgrün der Lagune

Unser Anker fiel in einer sehr schönen Bucht, der Baie de Cook. Bei Seglern sehr beliebt, da man dort gut geschützt und wunderschön umgeben von imposanten Vulkangipfeln im glasklaren Türkisgrün der Lagune liegt. 🙂

TRINITY lag neben ihrer Freundin DÖRTITA samt Segelkumpel Heiner und seiner Gästecrew (Volker und Ronald) und bevor es den Sundowner auf der DÖRTITA gab, machten Rainer und ich uns auf den Weg um eine Lokation für das besondere Ereignis des nächsten Tages : das Fußball-EM-Halbfinale Deutschland gegen Frankreich, zu finden. Der kleine Ort Paopao an der Cook-Bay bot neben einem Supermarkt, einem Cafè, kleinen hübschen Geschäften natürlich auch Hotels. Einen sehr schönen Platz um das Fußballspiel sehen zu können fanden wir in der Lobby einer Hotelanlage, dort gab es sogar WLAN gratis. Also war am nächsten Morgen Frühstückszeit vor dem Fernseher angesagt. Durch die 12 Stunden Zeitunterschied zu Deutschland erlebten wir die Liveübertragung morgens um 9:00 Uhr während zu Hause alle am Abend für unsere Mannschaft die Daumen drückten. Nun ja, da das Spiel für uns nicht so gut endete :-(, brauchten wir uns auch keine Gedanken mehr machen wo wir dann das Finale sehen könnten.

Unsere Zeit auf Mo‘orea haben wir auch für eine sehr schöne Wanderung genutzt. Mit der DÖRTITA-Crew wanderten wir entlang von Obst-und Gemüseplantagen, insbesondere Ananas-Plantagen, sowie durch üppige Tropenvegetation hoch zum Rotu Nui, einem Aussichtspunkt auch Belvédere genannt. Oben angekommen begeisterte uns ein fantastischer Ausblick auf die Baie de Cook und die Nachbarbucht, die Baie d´Opunohu. Es ist immer wieder ein beeindruckender Moment wenn wir von weit oben auf unser Schiff blicken können und sehen wie die TRINITY in so einer malerischen Bucht liegt. 🙂

Rarotonga

Mo’orea

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Mo‘orea hat auch, wie fast alle Vulkaninseln, beeindruckende Hügelchen ;-), so konnten wir hier den zweithöchsten Berg Mooreas, den Mont Rotui mit seinen 899 m bestaunen. Die Kultur und Geschichte in Franz.Polynesien drückt sich besonders durch die Marae’s aus. Das sind Überreste alter Kultstätten und altpolynesische Tempelanlagen.

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Rainer und ich machten noch einen langen Marsch entlang der Küstenstraße, besichtigten Kirchen und nahmen fast an einem Beerdigungsgottesdienst teil. Haben es aber doch vorgezogen diese persönliche Veranstaltung in der kleinen Kirche nicht länger zu beobachten. Die Freundlichkeit des Pastors, der da so in seinem weißen gut gefüllten 😉 Talar barfuß in seinen FlipFlops in der Kirchentür stand und so eine liebenswerte Ausstrahlung hatte, wirkte auf uns einladend und fröhlich. Überhaupt diese herzliche Freundlichkeit der Menschen dort ist so toll und sooo ganz anders als bei uns. Schön, 🙂 schön das Alles zu erleben und unter der Sonne im Südpazifik genießen zu können.

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Ein Thema hier auf den Gesellschaftsinseln ist natürlich besonders wichtig und interessant: Perlen !!! Die Juwelen aus dem Meer. Sie sind rund, oval, tropfen- oder zapfenförmig, knopfartig oder barock, im Durchschnitt 8 bis 18 mm groß und schillern in Farbnuancen, die mit cherry,sky, ocean,water green,aubergine, gold oder champagner beschrieben werden. Ihre Oberflächenreflexion nennen Experten „Lüster“ und ihren aus der Tiefe dringenden Glanz „Orient“. Man spricht von schwarzen Perlen, die in Wirklichkeit selten schwarz sind. Der Begriff Tahiti-Perlen ist uns auch sehr bekannt und den hat auf Tahiti der Perlen-Guru Robert Wan geprägt.

Natürlich zog es mich besonders in die Nähe solcher Perlen-Shops und mit mehr oder weniger auch das Interesse der Jungs.;-) An jeder Ecke auf den Gesellschaftsinseln befinden sich derartige Geschäfte und viele heißen auch „Black Perl-Shop“. Ich möchte dieses Thema auch nicht zu sehr ausweiten, nur so viel: natürlich haben wir auch Perlen gekauft und hatten dabei besonders auf Mo‘orea schöne Erlebnisse. 🙂

Unsere Überfahrt von Mo’orea zur Insel Huahine dauerte 20 h und wir hatten einen schönen Segeltörn.

Huahine– der „Garten Eden“

Vor dem Hauptort Fare fiel unser Anker und er hielt. Das ist zu bemerken, da der Ankergrund dort nicht sehr gut und relativ tief ist.“ Karl der Starke“, unser Anker, machte seine Sache aber sehr gut. 🙂  🙂  🙂

Wieder in Begleitung der DÖRTITA- Männercrew erkundeten wir die Insel. Es macht ja auch viel Spaß zusammen und auch Huahine ist eine landschaftlich sehr schöne Insel. Sie teilt sich in den größeren nördlichen Teil Huahine Nui und dem kleineren Teil im Süden Huahine Iti.

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Im Yachtclub liehen wir uns Fahrräder. Jau, super ! 😉 Also was an diesen Fahrrädern toll war, das war die hübsche Farbe und der bequeme Sattel. Alles andere, was die Verkehrssicherheit garantierte war sehr sparsam bis gar nicht vorhanden. Wir trampelten ordentlich in die Pedalen bis die Räder qualmten, schließlich wollten wir den größeren Teil der Insel so entdecken. So fuhren bzw. schoben wir die Hügel hinauf und weil für die Räder zu steil auch wieder runter. Es gab viel zu sehen und zu erleben und weil nach 6 Stunden Fahrt bei Rainer und Volker wirklich die Räder qualmten, waren wir glücklich wieder heil am Yachtclub gelandet zu sein. Gleich nebenan im Restaurant freuten wir uns auf die „Happy Hour“ mit gezapftem kühlen Bier. 😉 🙂

Da wir bis zum Süden von Huahine noch nicht mit dem Rad vorgedrungen waren, mieteten wir am nächsten Tag ein Auto um auch dieses schöne Fleckchen zu besichtigen. Unterwegs hat uns eine nette junge Frau ihre Vanille- Farm gezeigt und erklärt. Die Pflanzen hatten wir schon häufiger gesehen, ohne zu wissen, dass die bohnenartigen Schoten Vanille waren. 😉 Wir wissen ja, dass die Vanille-Schoten bei uns kein günstiges Gewürz sind, selbst hier im Anbaugebiet sind diese aromatischen schwarzen Stangen relativ teuer. Nach der Besichtigung der Farm wissen wir auch warum. Der Anbau und die Pflege, die Reifezeit und die relativ geringe Menge pro Pflanze sind Faktoren die den Preis beeinflussen.

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Am 14.Juli, dem Nationalfeiertag Polynesiens, sammelten sich alle Vereine und Dörfer zu einem bunten Aufmarsch auf dem geschmückten Hauptplatz in Fare. Eine farbenprächtige Parade mit viel Musik und Gesang begeisterte uns.

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Nun waren wir lange genug auf der Insel und weiter ging es nach Raiatea.

Raiatea– die Wiege Polynesiens

Vor einer Charter-Marina ließen wir unseren Anker fallen, ebenso gleich neben uns die DÖRTITA. Der Besuch des Hauptortes Uturoa fiel relativ nüchtern aus. Es ist ein kleines Hafenstädtchen, nicht besonders schön. Natürlich fanden die Männer ein Restaurant mit „Happy Hour“ J. Dort haben wir bei sehr-sehr lauter Live-Musik lange gesessen, etwas gegessen, WIFI genutzt und sehr-sehr viel Spaß gehabtJJJ

Am anderen Morgen trennten wir uns von der DÖRTITA-Crew und nahmen Kurs zu einem sehr schönen Ankerplatz. Hier warteten Petra und Andreas mit ihrer BONAFIDE auf uns.:-)

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Ein herzliches Wiedersehen gab es, denn das letzte Mal hatten sie uns im Sommer 2015 in Salzkotten besucht. Tags darauf erkundeten wir einen Teil der Insel und unternahmen zusammen eine herrliche Bergwanderung . Ute war auf der TRINITY geblieben, sie hatte noch etwas Bedenken wegen ihrem Fuß, der vor 4 Monaten noch gebrochen war und obwohl wir sehr viel wandern gehen und der Fuß auch prima verheilt ist, ist sie bei unübersichtlichen, glitschigen und ansteigenden Wegen noch vorsichtig. Nach der Wanderung wurden wir von ihr mit einem noch warmen Pflaumenkuchen verwöhnt. Es war zwar eine kurze Zeit mit unseren Freunden, aber dafür sehr schön. Wir freuen uns riesig auf das nächste Treffen, dann in Ratingen. Passend zum Abschied verließen wir Raiatea im Regen. Wir wollten pünktlich auf Bora Bora ankommen, da Heiner zu seinen Geburtstagsparty eingeladen hatte. Irgendwie haben wir uns dann mit dem Datum verknuspert und kamen einen Tag zu früh auf dieser sehr touristischen Insel an.

Bora Bora– die „Perle des Pazifiks“

Nun ja, bekanntlich polarisiert diese Insel, wir fanden sie okay, aber wir haben schon schönere Inseln im Südpazifik kennengelernt. Auch hier sehr schöne Ankerplätze mit vielen Möglichkeiten im glasklaren türkis-blauem Wasser zu schnorcheln und Unmengen von farbenfrohen Fischen und Korallen zu bewundern. Bora Bora haben wir auch wieder mit dem Fahrrad umrundet, was sehr schön war und so bekamen wir auch einen Eindruck von den zahlreichen Hotel-Anlagen mit ihren Überwasserbungalows. Im Sandboden des sehr berühmten Promi-Restaurant „Bloody Mary’s“ hinterließen wir auch unsere Fußspuren. Toni Marshall ist auf dieser Insel Ehrenbürger geworden, es wundert uns, da er ja so einen Quatsch singt bzw. gesungen hat wie: „Bora Bora-Insel in Tahit…i“. Schon arg, ist halt ein Schlagertext anno 1978, aber so wie uns bekannt ist lag Tahiti schon vor 38 Jahren einige hundert Seemeilen von Bora Bora entfernt 😉

Vor dem Yachtclub fanden wir einen guten Ankerplatz, sehr tief und wir haben die Ankerkette fast bis zum Limit rausgelassen ( gute 70 m). Als wir ankamen war keine Boje frei und später wollten wir nicht mehr zur Boje wechseln, da unser „ Karl der Starke“, trotz Wind und Schwell gut hielt. Das Yachtclub-Restaurant ist recht teuer, wie fast alles auf Bora Bora, aber man konnte sehr gemütlich sitzen, WiFi und anderen Service nutzen, der für Yachtis nicht unwesentlich ist. Im Gegensatz zu allen anderen Gesellschafts-Inseln gab es leider im Yachtclub kein „Happy-Hour“. Der Chef dort gab als Begründung: „es sei doch Winter“. Diese Aussage mussten die Männer erst mal verdauen.

Heiners 66.Geburtstag feierten wir am 20.07. mit reichlich Rumpunsch und anderen Mixturen aus seinem Getränkeangebot J und einem köstlichen Essen an Bord der DÖRTITA.

Am Vorabend des 25.07. gab es noch eine große Dinnertafel im Yachtclub, denn die Crews der DÖRTITA, der BONAFIDE(die inzwischen auch auf BORA BORA angekommen war) und der TRINITY trafen sich zum Abschiedsessen. Tschüss, fair winds und winke, winke hieß es am nächsten Vormittag. Unsere Flüge im Oktober von Auckland haben wir erfolgreich gebucht und so sehr viel Zeit blieb uns nicht, hetzen wollen wir ja auch nicht ;-).   Wir machten uns auf den Weg zur Cook Insel Rarotonga, die gut 500 sm weiter westlich auf dem „Cokonut Milk Run“ liegt. Die Strecke von Poynesien über die Cookinseln und Tonga in Richtung Fiji wird bei den Seglern so genannt.

Rarotonga– die „Blumeninsel“ ist die Hauptinsel der Cook Islands und ist eine Vulkaninsel und bildet kein Atoll.

Leider gibt es dort keine Ankerplätze. Anlegen funktioniert nur in dem kleinen Stadt-Hafenbecken am Pier und das auch noch mit dem Heck. Suuuper, eine „Leichtigkeit“ für unsere TRINITY. Erst einmal hatten wir Glück, es waren noch Anlegeplätze frei, denn leider bietet der Hafen nur für ca. 8 Yachten Platz. Wer kommt und alles ist belegt, der hat Pech und muss weitersegeln. Rainer weigerte sich sofort und wollte dort nicht bleiben, jau, schöner Schitt. Aber ich wollte, unbedingt !!! Es gefiehl mir dort und mit meinem Motto:“ Irgendwie geht immer, wenn nicht hübsch, dann halt schlimmer“ 😉 versuchte ich meinen Skipper zu überzeugen. Es gab keine Diskussion, er wollte nicht, da er (und auch ich) ja wissen, dass TRINITY rückwärts träge ist. Wir drehten noch eine Runde im Hafenbecken und beobachteten wie die „KIA ORA“, eine neuseeländische Yacht mit drei netten Männern an Bord, sauber und geschmeidig anlegte.

Rarotonga

Rarotonga

Wow, das ging rucki-zucki. Schön zu sehen, aber es half uns ja nix. Meine Idee war, wir können doch die drei Herren bitten, die ihr Dinghi auch schon im Wasser hatten, uns zu helfen. Tatsächlich willigte Rainer ein, 😉 hat aber noch eine ganze Weile gedauert ;-), über Funk sendeten wir unser Anliegen und natürlich halfen uns die drei „Kiwi’s“. TRINITY streckte ihr Heck Richtung Kai und kurze Zeit später lagen wir gut vertaut am Pier von Avarua-Avatui. Nicht nur ich war glücklich, auch mein Skipper strahlte und bedankte sich sogar bei mir olle Optimistin: irgendwie geht immer … ;-). Wieder einmal haben wir festgestellt: wir sind ein gutes Team .

Es waren super schöne Tage auf Raro. Da während unseres Aufenthaltes dort der Unabhängigkeitstag gefeiert wurde, erlebten wir viel Kultur.

Rarotonga

Rarotonga

Rarotonga

Rarotonga

Rarotonga

Rarotonga

Rarotonga

Rarotonga

Rarotonga

Rarotonga

Rarotonga

Rarotonga                                                         Die Insel ist sehr touristisch, hat unzählige Ressorts und Restaurants und zu der Zeit war ein Trade Festival mit Musik und Verkaufsständen von Perlen, Hüten… und natürlich reichlich Fressbuden. Auffallend ist schon wie dick die Menschen dort sind. Wir besuchten eine Show mit Musik und Tänzen, sehr eindrucksvoll und umrundeten die Insel mit dem Fahrrad bei super Wetter.

Ute nutzte hier die Gelegenheit zum Frisör zu gehen.

Rarotonga

🙂

Am 04.08. segelten wir weiter zur 570 sm entfernten Insel Niue.

Niue– flach wie ein Pfannkuchen- wunderschön und absolut einen Besuch wert

Der Törn sollte besonders schön und erfolgreich für uns werden. Wir fingen einen stattlichen 10 kg roten Tuna, hurraaaa !!! Noch auf Roarotonga wurden wir von netten jungen Schweizern mit Thunfisch beschenkt, den wir gerade aufgegessen hatten. Aber so ein eigener Fang war ja nicht zu überbieten. Also gab es wieder Thunfisch in unterschiedlichen Varianten für die nächsten Tage.

Ein super Erlebnis war aber unser Blick während des Frühstücks ca. 500 m raus aufs Wasser, ich habe fast den ganzen Frühstückstisch umgerempelt: ein Wal, Wahnsinn !!! Er sprang aus dem Wasser und zeigte seine weiße Körperunterseite und bis auf seine Fluke ragte alles aus dem Wasser. Wir staunten nicht schlecht, was war das für ein herrlicher Anblick. Und wieder und wieder sprangen zwei Wale kraftvoll und stattlich empor und ließen sich majestätisch wieder zurück gleiten um dann ihre gigantische Schwanzflosse zu zeigen. Toll !!! Gut, dass wir Abstand hatten, sonst hätten diese wunderschönen Buckelwale unser Cockpit geflutet. Zwischen Juli und November kommen diese riesigen Tiere aus der Antarktis in die seichten, tropisch warmen Gewässer um ihre Jungen aufzuziehen.

Niue ist eine kleine Insel die zu Neuseeland gehört aber einen eigenen Staat bildet. Es leben dort etwa 1800 Bewohner. Die Insel beeindruckte durch die freundlichen Menschen, die uns aus jedem vorbeifahrenden Auto zu winkten.

Die Boje an der wir festgemacht hatten bezahlten wir mit 20 $NZ/Nacht im Yachtclub in dem wir auch Internet frei nutzen konnten. Leider fanden wir in Vorbereitung auf unseren Niue-Besuch so gut wie kein Informationsmaterial, komisch, selbst im DUMONT-Südsee-Handbuch gibt es keine Notiz zu dieser interessanten und auch landschaftlich reizvollen Insel. Okay, aber wir waren gespannt darauf was uns erwartet und wurden so positiv überrascht.

Eine Besonderheit war das Anlanden mit dem Dinghi J. Man musste mit Hilfe einer kleinen Krananlage das Dinghi selbst aus dem Wasser holen. Was uns anfangs irritierte, aber dann doch ganz prima geklappt hat. Die Einklarierung lief total unkompliziert ab. Die Vertreter der Behörden kamen zum Anleger und in einem einfachen Pavillon, der eine Rundumsitzbank hatte, füllten wir alle Formulare aus und bekamen unsere erforderlichen Stempel.

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Dabei wurden wir Augenzeuge eines Unfalls, zum Glück ohne Personenschaden. Ein Trailer mit einem kleinen Alu-Motorboot löste sich von der Anhängerkupplung des Autos und sauste ca. 20 m den abschüssigen Weg runter, knallte in die rechte Seite eines Jeep’s und blieb dort stecken. Der Fahrer des Jeep’s wird sich später gewundert haben. Es war ein Schreck und sicherlich eine außergewöhnliche Situation, aber alle Anwesenden blieben ruhig, kein Geschrei oder schuldzuweisende Beschimpfungen. Entspannt und besonnen wurde diese Tatsache behandelt. Ich möchte nicht wissen, wenn das bei uns passiert wäre. Der Deutsche neigt ja schon im Allgemeinen zu leichten verbalen Ausrastern. Hier bringt den Leuten nichts so schnell aus ihrer südpazifischen Ruhe. Hektik- hier ein Fremdwort.

Der 12.8. war wieder ein Fahrrad-Tag für uns. So mieteten wir uns 2 Mountain Bikes mit denen wir einen Teil dieser schönen Insel erkundeten.

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Viele verlassene Häuser in den Dörfern, da doch keine geringe Anzahl der Jugendlichen nach Neuseeland auswandern. Verständlich, denn die Entwicklungsmöglichkeiten halten sich doch arg in Grenzen. Toll war auch der Besuch im Dorf Tamakautoga, etwa 7 km vom Hauptort Alofi entfernt, wo zweimal im Monat ein „Village Show Day“ stattfindet. Früchte, Gemüse, ja auch riesige Krabben werden dort auf einem Markt verkauft. Es werden Tänze aufgeführt, Wettspiele veranstaltet, inseltypische Handwerksgegenstände angeboten und reichlich zu essen und zu trinken.

Niue ist auch bekannt für die vielen Höhlen, die wir beim Anlaufen der Insel aus der Ferne bewundern konnten. Schöne Tage gingen zu Ende und wir waren sehr froh Niue besucht zu haben.

 

Vava’u-Inselgruppe– die „Kronjuwelen Tongas“

Die 380 sm von Niue hierher waren relativ schnell erreicht. Der letzte Tag der Überfahrt zeigte sich grau mit Nieselregen und 22 Kn Wind aus West/Süd-West. Da hatten auch die Wale keine Lust sich zu zeigen.

Ausgedehnte Kokosnuss-und Vanilleplantagen bedecken die Hügel der Hauptinsel Vava’u. Auch wir ließen die TRINITY durch den 11 km langen, fjordähnlichen Kanal gleiten, der in einen türkis schimmernde , zu den schönsten im Pazifik zählenden Naturhafen mündet: Puerto del Refugio-Hafen der Zuflucht- so nannte ihn sein spanischer Entdecker Kapitän Francisco Antonio Mourelle 1781. Hier treffen sich wieder viele Segler aus aller Welt. Wir liegen an einer Boje und so geschützt wie in Abrahams Schoß. Leider oder auch nicht ;-), regnete es gleich einen Tag nach unserer Ankunft. Eigentlich habe ich mir den Regen gewünscht, so wird das Schiff gut vom Salzwasser befreit, aber der Tropenregen hielt sich tapfer und fast durchgehend 4 Tage. Nicht so schlimm, es war ja trotzdem nicht so kalt. Hier lernten wir Bernd und seine Frau Jannett kennen. Bernd stammt aus Hamburg und segelt schon über 30 Jahre durch die Welt. Beide wohnen seit vielen Jahren in Opua/ Neuseeland und sind inzwischen echte Kiwis J. Für unseren letzten Törn, den wir Mitte September nach Neuseeland starten, gab uns Bernd wertvolle Hinweise. Die Beiden segeln schon seit vielen Jahren zwischen Tonga und Opua hin-und her. Durch unsere gegenseitigen Besuche vergingen auch die Regentage sehr angenehm. Außerdem bietet Neiafu einige schöne Cafe’s mit Internet und lecker Milchkaffee 😉

Auf dem Weg nach Tonga haben wir die internationale Datumsgrenze überschritten. Diese Tatsache machte uns anfangs ganz wuschig, denn ein Tag ging uns in unserer Zeitrechnung hops. Wir haben es dann doch kapiert, den Lieben zu Hause sind wir 13 h voraus. Für mich passierte dann auch noch eine mittelschwere Katastrophe: mein Akku vom Smartphon ging kaputt. Schlimm, wie abhängig auch ich mich von diesem Ding gemacht habe. Nun muss Rainers Smarti für meinen Mail-und WhatsApp-Kontakt dienen. Es gibt viel Schlimmeres ;-).

Das Wetter wurde wieder schön, die Sonne schien und am Montag, 22.08., gingen wir zum großen Markt und kauften reichlich ein. Die nächsten Tage werden wir nutzen und einige dieser schönen Inseln besuchen.

 

 

 

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