Mitternachtsschrecken vor der Einfahrt nach Ijmuiden

Noch 10 sm bis zur Einfahrt in den Vorhafen von Ijmuiden. ca. 20 kn hoch am Wind. Großsegel und Genua sind gesetzt, der Motor läuft zur Unterstützung mit. Wir wollen endlich ankommen! Unsere Konzentration ist auf die Lichter der Großschiffahrt und deren AIS-Signal und Radar-Reflexionen auf unserem Plotter-Bildschirm gerichtet. Plötzlich stottert der Motor. Sämtliche Alarmkontrolllampen gehen an, die Öldruckkontrolle setzt mit schrillem Lärm ein. Genau das können wir jetzt nicht gebrauchen. Sofort ist Rainer im Motorraum. Nichts festzustellen. Doch haben wir noch Diesel im „Tagestank“? Ein Blick: Der ist ja leer. Wir haben nicht rechtzeitig für Nachschub gesorgt! Jetzt heißt es Tank füllen. – Kein Problem. Aber den Diesel-Motor entlüften, das haben wir bisher nur theoretisch durchgespielt. Gott sei Dank ist es auch in der Praxis bei kräftiger Welle und noch weit genug vor der Hafeneinfahrt entfernt kein Problem. Nach gut 10 Minuten läuft der Motor wieder wie ein Uhrwerk.

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