„Mit den Traditionen sollte man nicht brechen…“

Es war mal wieder soweit – wir machten uns erneut auf den Weg in die Karibik, um erneut eine Woche segelnd auf der guten alten Trinity zu verbringen. So machten wir uns – dem Streikende am Frankfurter Flughafen sei Dank – überpünktlich auf den Weg nach Puerto Rico. Nach ein paar Tagen Rundreise auf der Insel führte uns der Reiseplan auf die kleine vorgelagerte Insel Vieques, wo wir am Abend die tolle „Bio Bay“ erleben durften, bevor es am Folgetag auf´s Schiff ging.

Jeep SanJuan

In der Unterkunft angekommen, machten wir uns gleich auf den Weg „in die Stadt“, um uns ein erstes Bierchen zu gönnen und den Treffpunkt für die Tour abends zu ermitteln. Nichts Böses ahnend schlenderten wir die Promenade entlang, bis ein Rowdie auf seinem Bike wie eine wilde Sau an uns vorbei raste… Aber halt! Den Verkehrssünder kennen wir doch! Es war der liebe Franz, der gerade seine Fahrradtour quer über die Insel beenden und Wifi samt kaltes Bier genießen wollte. Dem haben wir uns direkt angeschlossen und schonmal die ersten Eindrücke der Insel ausgetauscht. Und es dauerte auch nicht lang, bis sich der zweite Wifi-Süchtling vom Boot auf den Weg zur Wifi- und Bierquelle machte ;-).

Am Folgetag war dann die offizielle Zusammenkunft in der Bucht. Während Michael sich erst mit dem neuen Mitbewohner von Rainer und Franz, dem großen Barrakuda, der sich seid Tagen direkt unter der Trinity aufhielt, bekannt machte, ging es für Katrin und Franz zum Einkauf: Mit den letzten Relikten des Schul-Spanisch und viel Geduld haben Katrin und Franz mit Taxi-Service quer über die kleine Insel das sehnlichst gewünschte frische Obst und Gemüse ergattern können – so konnte es nun mit genügend Vorräten und guter Laune losgehen! Die erste Etappe zum „warmwerden“ sollte nur ein paar Seemeilen ans Ende der Insel gehen – die schaukelige Fahrt lud zu einem Schläfchen ein, was Katrin nur 100m vor dem Ankerplatz für ein „anfüttern der Fische“ unterbrach – allerdings stand angeln eigentlich gar nicht auf dem Abendprogramm 😉

Am nächsten Tag ging es früh an die Überfahrt zur ersten Insel der U.S. Virgin Islands: St. Thomas – das Palma de Mallorca der U.S. Bürger und Karibik-Kreuzfahrt-Touris 🙂 Die leeren Mägen drängten uns direkt in eines der Lokale am Hafen, wo wir zu leckeren Margarithas noch leckerere Burritos und Fleischhappen zu uns nahmen. Anschließend machten Reiner und Franz noch einen (unfreiwillig doch längeren) Verdauungsspaziergang zum nächsten (wobei „nächster“ ein recht dehnbarer Begriff ist) Supermarkt, während wir das Dinghi bewachten ;-).

StThomas StJohnWatermelonBay StJohnRamHead StJohn_Franz+Rainer

Da St. Thomas mit seiner hervorragenden Infrastruktur (Auto- und Fluglärm inklusive) dann doch nicht ganz zu unserem Erholungsvorhaben passte, ging es weiter in Richtung der sehr schönen Insel St. John. Dort haben wir diverse Buchten und deren Unterwasser-Bewohner erkundet und den einen oder anderen Sundowner bei traumhaftem Wetter verdrückt. Geregnet hat es in der Regel nur nachts oder wenn die Männer sich auf eine Wanderung machten. Für das leibliche Wohl sorgte neben dem Rumpunsch auch Franz mit seinen hervorragenden Kochkünsten – u.a. die legendäre Zucchini – Käse – Pfanne! Die Abendstunden vertrieben wir uns mit einer Kinovorstellung (natürlich ein Spielfilm über Columbus), Bildungsfernsehen (natürlich eine Doku über die Karibik) oder einer Partie „Minderheitenquartett“. Letzteres deckte auch schonungslos das nicht vorhandene Schamgefühl von Rentnern auf (wir haben aus Respekt vor den Männern hier als Beweis nur das Bild der Spielkarte veröffentlicht und auf sonstiges Beweismaterial verzichtet :-)).

Minderheitenquartett

Wenn wir allerdings in die Häfen und Buchten einfuhren oder wieder ablegten, war es vorbei mit „easy going“ – dann hieß es: Alles vorbereiten, Leinen klar machen und – Zitat Franz nach dem Frühstück und vor dem Ablegemanöver noch im Schlafanzug – „Jetzt muss ich aber erst mal noch eine ordentliche Unterhose anziehen!“

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Alles in Allem war es mal wieder Entspannung und Spannung pur – ob auf oder unter Wasser ein Erlebnis und das Catering und die Erlebnistouren besser als in jedem All Inclusive Urlaub (mit denen Ihr ja dann als nächstes auf der Dominikanischen Republik konkurrieren müsst ;-)). Mit Traditionen soll man nicht brechen und so sagen wir: Bis bald, liebe Trinity (wo auch immer du dann bist)!

Katrin & Michael

ElYunqueNP

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