Lüderitz, St.Helena, Acsension, Fortaleza

Am Mittwoch, den 20.02.19 gegen 5:00Uhr ankerten wir in Lüderitz. Die Fahrt hier her hatte alles in sich, dichter Nebel, kein Wind und dann kurz vor Lüderitz 30 Knoten Wind. Wir klarierten ein und Andi, die gute Seele des Hafens, zeigte uns einen Ankerplatz, denn all Moorings waren schon von anderen Schiffen besetzt. Lüderitz ist eine kleine überschaubare Stadt in der man noch viel Deutsch spricht, die deutsche Kultur hoch gehalten wird und wir freundlich empfangen wurden. Am 24.2./26.02. planten wir einen Ausflug mit dem Auto, welches die Silbermöwe gemietet hatte. Es ging zum Orange River dem Grenzfluß Südafrika – Namibia durch eine wunderschöne Landschaft die einzigartig ist. Im Ort Aus stärkten wir uns erst einmal im Bahnhofshotel für die stundenlange schöne Fahrt zum Orange River. In der Lodge Norotschama Ressort bezogen wird Quartier. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit  der Einrichtung fühlten wir uns doch recht wohl. Wir tranken Rotwein und spielten Triomino. Am nächsten Tag ging es über eine Ruckelpiste zum Fish River Canyon. Auf der Fahrt platzte uns ein Reifen, wir mussten vorsichtiger fahren, da ein weiterer Ersatzreifen nicht zur Verfügung stand und wir noch etliche Meilen durch die schöne Namib Wüste bis zu den Ai-Ais heißen Quellen fahren wollten. Zurück am Quartier gönnten wir uns ein Bad im Pool.  Die Namib Wüste ist bekannt durch ihren Diamantreichtum. Auf dem Rückweg nach Lüderitz machen wir noch einmal Halt im Ort Aus. Früher brauchte man sie am Strand nur aufzuheben.

Es entstand eine kleine Stadt, Kolmanskop, mit allen Versorgungseinrichtungen wie Bäckerei, Krankenhaus, Turnhalle, Kegelbahn, die heute nur noch eine Geisterstadt ist da die in den 50er Jahren aufgegeben wurde. Es entstand ein wahrer Run auf die Steine, die eine Frau so glücklich machen, Diamanten.  

Anker auf ging es am 01.02. in Richtung St. Helena, wo wir am 12.02. an einer Mooring fest machen konnten. Napoleon war der bekannteste Gefangene , aber auch ein Zulu Häuptling wurde hier gefangen gehalten. Uns hat die Insel auch gefangen genommen durch ihren exotischen Charme hier mitten im Atlantik. Die überwältigte Freundlichkeit der Einwohner machte diesen Besuch zu einem Erlebnis. Mit dem guten Geist James  unternahmen wir eine Fahrt über die Insel und besuchten Napoleons Grab und das Haus Longwood seinem Exil in dem er am 5. Ma 1821 verstarb.  Bonaparte wurde erst auf St Helena beigesetzt aber in Paris fand er seine letzte Ruhestätte.

Eine Herausforderung waren die 699 Stufen der Jakobsleiter mit 181 Höhenmetern, wurden dann aber in Rosis Restaurant mit super Essen belohnt. Das Anlanden war ein kleines durch Schwell verursachtes Abenteuer mit dem Taxiboot.

Leider verpassten wir einen Schnorchelausflug mit Waalhaien vor der Insel. Es ging jetzt 700 Meilen weiter nach Ascension.

In Georgetown  vor der Insel Ascension ankerten wir und Wulf der Mitsegler der Silbermöwe wechselte zu uns aufs Boot, da wir etwas schneller in Fortaleza in Brasilien ankommen sollten. Die Tour, 1450 Meilen, wurde aber zu unserer längsten Motorboot Fahrt. Der Wind schlief immer wieder ein und jede Regenwolke brachte eine Winddrehung mit sich. Am Ende hatten wir 170 Motorstunden, 8 Tage mit Motor, nerviger Motorlärm.  Berühmtheit erreichte die Insel als Stützpunkt auf halben Weg von England zu den Falklandinseln während des Falkland Konflikts 1982.

Montag vor dem Ablegen beobachteten wir das Schlüpfen der kleine Schildkröten, die hier am Strand um ihr Leben laufen mussten ehe sie das rettende Wasser erreichten. Wir beobachteten eine kleine Schildkröte die es am Ende leider nicht mehr schaffte den kreisenen Fregattvögeln die sie entdeckt hatten zu endkommen.  Über 100 Eier werden hier von den großen Schildkröten in einem Gelege verbudelt. Von den geschlüpften Kröten überleben nicht einmal 1 Prozent das 1. Jahr.  Nach 35 Jahren kehren sie dann an den Ort zurück um eine neue Generation einzuleuten und Eier abzulegen. Am 07.04.2019 ankerten wir endlich in Fortaleza vor einem Hotel. Hier liegen wir sicher und können auch noch die Annehmlichkeiten den Hotels inklusive Pool nutzen. Mit einem Taxi fahren wir zum Einklarieren die entsprechenden Behörden ab. Es dauert immer länger als gedacht und so müssen wir am nächsten Tag einen weiteren Anlauf nehmen. Wir fahren zum Strand und genießen die quirlige Atmosphäre, essen gut im Hotel Restaurant und planschen jeden Morgen im Pool. Nach dieser Erholungsphase geht es Anker auf nach Französisch Guayana, weitere 900 Meilen liegen vor uns.

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