Kanaren bis Kapverden 2. Teil

Unmittelbar nachdem der letzte Bericht fertig geschrieben war, kam guter Segelwind auf und brachte uns unserem Etappenziel Kapverden stetig näher. Wir werden wohl Dienstagabend , den 20.11.2012 anlegen können. Bislang sind wir sechs Tage und Nächte unterwegs. Für mich (Grete) eine spannende Geschichte, auf die ich mich im Vorfeld dieser Reise sehr gefreut hatte. Was kann ich berichten: es läuft einfach alles bestens! Es wurde zwar noch kein Fisch gefangen, aber heute morgen sichteten wir immerhin den ersten Segler weit hinten am Horizont, das erste Schiff seit Tagen. Unter seinem roten Spinnaker war er allerdings auch schnell wieder ganz aus der Sicht. Nachts kam ein blinder Passagier an Bord, ein schwarzer Vogel, der aber nach kurzer Zeit des Ausruhens wieder von Bord flog. Die Tage sind alles andere als langweilig, es gibt immer etwas zu tun. Kochen, Abwaschen, Aufräumen, Vorräte kontrollieren, Angelköderzusammenstellung täglich neu konzipieren, Segelstellung und Feineinstellung der Max optimieren, lesen, und natürlich Wellen, Wasser, Weite gucken. Abends zieht man sich nach dem Abendessen und Aufräumen schnell zurück: um 20.00 beginnt die erste Wache, der Wachgänger der zweiten Wache schläft dann schon mal ein wenig vor, und so ist es sehr früh sehr ruhig im Schiff. Wobei das Thema Ruhe und Natur nicht so recht zusammen passt. Die Wellen rauschen ganz schön, aber auch ganz schön laut, und besonders in meiner Bugkabine ist es nachts so als ob ich in einer riesigen Waschmaschine schlafen würde. Mal schauen ob es auf den Kapverden Ohropax gibt.;-) PS: morgen wird Rainer kochen, heute gab es schon super leckere Apfelpfannkuchen als Mittagssnack unter seiner Mitwirkung.

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