Die Südsee – Marquesas-

Hiva Oa war unser erstes Ziel und wir konnten bei der Gendarmerie einklarieren was super einfach war. Wir waren es schon nicht mehr gewohnt ohne Gebühren und Agenten die Formalitäten zu erledigen. Der ständige Schwell im Pacific treibt die die Wellen auch bei ruhiger See kräftig ans Ufer.

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Der Maler Paul Gauguin lebte auf dieser Insel, hoffte seinerzeit auf die freie Liebe hier und fühlte sich sehr von den hübschen Polynesierinnen angezogen. Geblieben ist ein kleines Museum mit Werken dieses Meisters, allerdings keine Originale, und sein Grab.

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Nach knapp einer Woche zogen wir den Anker hoch und es ging zur größten Insel Nuku Hiva, die bevölkerungsreichste Insel des Marquesas Archipels. Die Bucht Taioha’e soll die schönste Bucht der Welt sein, schrieb der Kapitän David Porter und man kann es schon verstehen, eine traumhafte Kulisse.

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Wir lernten dort Heiner mit seinem Schiff „Dörtita“ kennen. Er kommt aus der Nähe von Bremen. Heiner wartete auf seine Crew. Am Sonntag, den 15.05. mieteten wir ein Auto um Ulrike, Heiners Besuch, vom Flughafen abzuholen und uns anschließend die Insel anzuschauen. Unterschiedliche Vegetation, zerklüftete Felsformation, Wildpferde, Dörfer der Ureinwohner und herrliche Aussicht auf Buchten, extrem schön.

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Einkaufen ist auch spannend.Um Tomaten oder auch mal einen Salat zu bekommen, muß man schon früh aufstehen . Der Gemüsemarkt macht 2 mal die Woche um 6 Uhr auf, das heißt also um 5:30 Uhr aufstehen, was nicht unsere Zeit ist. Das Gute daran, wir können mal wieder Internet nutzen und über WhatsApp telefonieren, denn bei einem Zeitunterschied von 11,5 Std. frühstücken wir wenn zu Hause unsere Leute ins Bett gehen.
Tags darauf verlegten wir unsere Trinity und Heiners Boot in die Nachbarbucht Baie Tai Oa um zu einem Wasserfall zu wandern, der mehrere hundert Meter hoch ist und einer der höchsten der Welt ist. Diese Bucht erlangte auch durch das Buch“Blauwasserleben“ von Heike Dorsch, traurige Berühmtheit.
Die Wanderung dorthin ist schon ein Erlebnis. Es geht gut 2 Std. auf einem schlammigen Trampelpfad durch den Urwald wobei mehrere Male ein Fluß durchquert werden muß. Mitten im Urwald plötzlich Hundegebell. Ein Einheimische hatte ein Wildschwein geschossen, es an einem Baum aufgehängt und es ausgenommen. Die 6 Hunde gehörten ihm und mit einem Pferd wollte er seine Beute in das nahegelegte Dorf transportieren.

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Das Dorf besteht aus etwa 6 vereinzelt liegenden Hütten. Die Menschen leben von dem was die Natur ihnen gibt. Früchte aller Art, Wildschweine, Hühner, Fische und Ziegen. Der Haupterwerb besteht aus dem Verkauf von Copra. Copra ist das weiße getrocknete Kokusnußfleisch. Nach der Rückkehr vom Wasserfall aßen wir bei einer Familie lecker Ziege mit der Frucht des Brotbaums und gebackene Banane in Kokusnußmilch gekocht. Es war sehr köstlich.

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Oa Pou war unser nächstes Ziel, eine Insel nicht weit von Nuku Hiva entfernt. Die Insel bietet interessante Felsspitzen. Von dort ging es nach Tahuata in eine Bucht, leider die meiste Zeit unter Motor, denn der Wind hatte uns verlassen. Wir ließen den Anker fallen und konnten endlich mal wieder baden. Mehr als 10 m konnten wir in die Tiefe schauen, in diesem kristallklaren Wasser.
Es war wunderschön in dieser Bucht, typisch Südsee: weißer Sandstrand mit Palmen und einer kleinen Hütte. Und wir hatten auch mal wieder eine Bucht ganz für uns allein.
Da wir in der Nähe von Hiva Oa waren, mal wieder Internet nutzen wollten und das Baguette dort besonders lecker schmeckt, außerdem der Wind immer noch sein ausgedehntes Päuschen machte, navigierten wir noch einmal nach Atuona, die Bucht, in der wir einklariert hatten.

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Zeitgleich mit uns lief das Versorgungsschiff die „Aranui 5“ ein. Da sie am Kai platzt braucht, mussten viele Schiffe den Ankerplatz verlassen und draußen vor dem Wellenbrecher ankern. So konnten wir erst am Morgen im Hafen einlaufen und im Shop an der Tanke frisches Baguette holen.

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Der Wetterbericht sagte für Dienstag, den 31.5.2016 etwas Wind voraus und so legten wir schon früh am Morgen Richtung Tuamotus Archipel, mit einem Zwischenstop in Fatu Hiva, ab.

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