Die letzte Saison-Etappe oder endlich Urlaub

Nachdem wir Nicole und Jonny in Castries an der Fähre nach Martinique früh abgesetzt hatten, ging es sofort ab in Richtung Trinidad. Der nächste Stop war die Chateaubelair Bay auf St.Vincent. Hier begrüßte uns herzlich George, der uns auf seinen rotem Kanu aus Plastik entgegen ruderte, denn er erinnerte sich an unseren Besuch im Januar. Dort erreichte uns eine Mail von Kurt und Brigitte, die in Hillsborough auf Carriacou auf uns warten wollten. Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von George, das nächste Ziel hieß jetzt Young Island auf St. Vincent. Da der Wind günstig war und wir somit gut in der Zeit lagen, fuhren wir gleich weiter nach Mustique, der Insel der „Reichen und Schönen“.

Insel der Reichen u Schönen

Die Insel ist eine Privatinsel und gehört Colin Tennant, 3. Baron von Glenconner, der die Insel 1958 für 45.000Pfund erwarb. Mick Jagger und Princess Magret haben hier unter anderem ihr Anwesen. Die Liegegebühr an der Boje war stattlich, dafür hat uns aber glasklares Wasser entschädigt. Selten haben wir in so klarem Wasser gelegen. Das Abendessen, ein Grill-Büfett, auf einer hochgelegenen Terasse mit tollem Blick auf den Hafen war preiswert und gut. Für den abschließenden Rumpunsch in einem Restaurant am Hafen haben wir fast so viel bezahlt wie für das Essen.

In Union Island, der südlichsten Insel, die zu St.Vincent gehört, klarierten wir in der Clifton Bay am 20.5.2013 aus. Die Bucht ist schön, aber an Land stapelte sich überall der Müll. Als wir am nächsten Tag in Hillsborough auf Carriacou eintrafen waren Kurt und Brigitte schon eine Bucht weiter gesegelt in die Tyrell Bay. Wir mussten jedoch erst einklarieren und konnten dann gleich weiter in die Tyrell Bay. Schön unsere Freunde wieder zu sehen und endlich wieder Doppelkopf zu spielen. Nach der „Aufholjagt“ der letzten Tage gönnten wir uns erst einmal ein paar Tage Ruhe. Grenada mit der Prickly Bay stand als nächstes Ziel an. In einem Supermarkt, eine dreiviertel Stunde Fußmarsch entfernt, wurde der Proviant noch einmal aufgefrischt. Das Gute: uns wurden die Einkäufe bis in den Hafen geliefert, super Service!! Am 24.05. legten wir in Grenada zur letzten Etappe nach Tobago/Trinidad ab. Damit wir am Tage in Trinidad ankommen, beschlossen wir die Nacht durchzufahren. Es ging hoch am Wind an mehreren Bohrplattformen vorbei und zwei schwere Squalls kreuzten unseren Weg. Eine der damit einhergehenden kräftigen Welle stieg sogar durch die offene Deckslucke in Rainer Koje. Für ihn eine nasse Abkühlung. Gefährlicher war ein Frachtschiff, das uns plötzlich viel näher kam als wir wollten. Das AIS-Signal von diesem Ungetüm war lange vorher auf unserem Plotter zu sehen. Die Fahrtrichtung zweigte jedoch von uns weg und außerdem wurde das Schiff als Ankerlieger ausgewiesen. Für uns also keine Gefahr, so schien es. Offensichtlich waren die Signale völlig falsch, denn plötzlich tauchten die unvollständigen Navigationslichter des Frachters keine 200 Meter vor uns in der Regenwand auf. Gut, dass immerhin jemand auf der Brücke des Frachters aufmerksam genug war und ein hartes Ausweichmanöver fuhr. Ein Schiff, dessen Fahrtrichtung genau entgegengesetzt angezeigt wurde und zudem auch noch als vor Anker liegend gezeigt wird und trotzdem mit 10 Knoten unterwegs ist gehört zu den ungewöhnlichsten Erfahrungen unserer bisherigen Praxis. Ein hoffentlich eimaliges Erlebnis.

Obwohl die Elena und wir mit unserer Trinity zur gleichen Zeit abfuhren und unterschiedliche Kurse zum Ziel wählten, kamen wir nach 16h Fahrt exakt zur gleichen Zeit in Trinidad an.

 

Marktstand in Port of SpainStraßenbild in Port of Spain Trinidad

(Staßenbilder Trinidad, Port of Spain)

Die Arbeit am Schiff konnte noch etwas warten und so trafen wir nur erste Vorbereitungen. Am Mittwoch den 29.5. verlegten wir das Schiff an den Steg von Peake Yachting. Jetzt kamen die Segel runter und konnten am Steg sauber gefaltet und im Schiff verstaut werden. Dienstag den 4.6.2013 hob der Krahn das Schiff an Land.

Auf dem Weg zum Lagerplatz

(Trinity auf dem Weg zum Lagerplatz)

Hier an Land fehlte der Wind und wir schwitzten bei jeder Bewegung. Schleifen und Streichen, Putzen, Reparaturen, Ölwechsel und so manches mehr stand auf unserem Todo Zettel. Da war es schön neue Freunde kennen zu lernen, Petra und Andreas mit ihrem Kat Bonnafide, Karla und Dieter aus Emden und Herbert und Erika, die uns beim Schleifen geholfen haben. Mit Kurt und Brigitte wurde immer wieder Doppelkopf gespielt und die Spiel-Regeln angepasst. Jeden Sonntag wurde mit der deutschen Community gegrillt und jeden Dienstag war Stammtisch bei Power Boots, der Nachbarwerft, und so ging die Zeit im Nu vorbei.

Am 10.6. ging es nach der vielen Arbeit endlich in den ersehnten Urlaub nach Hause. Über Tobago und Barbados flogen wir nach Frankfurt, wo uns Ute abholte. Im Oktober geht es ausgeruht wieder weiter mit „spannenden“  Geschichten von der Trinity.

Bis denn

Franz und Rainer

Ein Kommentar zu “Die letzte Saison-Etappe oder endlich Urlaub

  1. Michael

    Hallo ihr Zwei!
    Den Urlaub habt ihr Euch redlich verdient 😉
    Beste Grüße
    Katrin & Michael

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