Die Biskaya liegt hinter uns

Mittwoch 8.8 Kräftiger Wind aus Ost verhalf uns in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zu einem großen Sprung unserem Ziel entgegen. Begleitet wurde der Wind von sehr kräftigen Wellen. Die Hydrovane-Steuerung kommt auch damit zurecht. Nichts dauert ewig. Der Wind nimmt mittags bis auf 10 Knoten ab, die See wird ruhiger. Eine gute Zeit für Experimente. Diesmal versucht sich Rainer im Brotbacken. Der Teig verbreitet einen tollen Duft. Sicher war es Zufall, dass genau zu dieser Zeit wieder eine große Gruppe Delfine erschien. Es waren ca. 20 Tiere, die in den Schiffswellen spielten. Sie entfernten sich 30 – 40 Meter, um im nächsten Augenblick wieder auf die Trinity zu zuschießen und unter dem Kiel durchzutauchen oder kurz vor der Bordwand abzudrehen. Ein eindrucksvolles Spiel der Lebensfreude über mehr als eine halbe Stunde. (Hoffentlich sind einige der Bilder gut geworden.) Rainers Backaktion lief derweil mit hoher Konzentration weiter. Ablenkung war unerwünscht. Das Backergebnis war viel Lob wert. Frisches, wohlschmeckendes Brot ist etwas Wunderbares. Da tritt sogar die arg versaute Pantry in den Hintergrund. Wir genießen das Brot bei inzwischen eingetretener Windstille und ohne Delfine. Den letzten Streckenabschnitt motoren wir bei glatter See und laufen diesmal noch im Hellen in der Bucht von La Coruna ein. Die Marina von Sada ist unsere Wahl. Wir folgen damit den Spuren von Anke Preiß und Martin Birkhoff, z.Z. Vorsitzender von Transocean e.V., die einige Jahre vor uns hier waren und denen wir viele gute Tipps verdanken. Wir stoßen mit einem guten Glas Rotwein auf das erreichte Etappenziel an. Müde, geschafft aber dennoch nicht ohne Sorgenfalten diskutieren wir die Geräusche der Antriebswelle. Ein „Kratschen“, das zunächst nur bei der Fahrt durch hohe Wellen zu hören war, inzwischen aber auch bei ruhiger See zu hören ist. Sicherheit geht vor, deshalb entschließen wir uns die vor uns liegende Woche bis zum Eintreffen der nächsten Gäste zur Überprüfung der Welle zu nutzen.

Ein Kommentar zu “Die Biskaya liegt hinter uns

  1. Holger Bachmann

    Hallo Rainer
    Ich lese gerade, dass du unter die Brotbäcker gegangen bist.
    Beachte bitte den alten Seefahrertrick ( z.B. Hornblower), das Brot vor dem Essen erst einmal auf dem Tisch zu klopfen. Dann wandern die Maden aus.

    Bist du am 22. September bei der Geburtstagfeier in Niederntuorf dabei. Oder habt ihr bis dahin die Weltumrundung noch nicht geschafft. Mal sehen, ob Ute was von dir erzählen kann.

    Halt die Ohren steiffff

    Holger

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