Brandaktelles aus dem Bordleben vom 30.11.2012

Heute war es soweit: der erste Fisch biss an!! Es war eine, wie das Fischbestimmungsbuch sagte, Blaupunktmakrele. Nachdem Franz auf den Kapverden noch die ultimativen Praxistipps von den angelfahrenen Seglern Andi und Rudi bekommen hatte, ging es in den vergangenen Tagen darum, selbstgebaute Köder anzufertigen. Korken, Perlen, in feine Streifen geschnittene Silberfolie als Zutaten, das Ausbringen zweier Leinen und die richtige Leinenlänge ließen den Erfolg nicht lange auf sich warten. Doch zunächst zeigte sich nur, dass wir mit den Ködern auf der richtigen Spur waren: sie waren abgebissen, jedoch mitsamt Beute verschwunden. Vorhin bemerkte ich jedoch ein Rucken an einer Leine, und langsames Aufholen derselben beförderte besagten Fisch an Bord. Großaktion: Fisch töten, ausnehmen, Achterdeck wieder reinigen. Zur Belohnung gabs sofort die gebratenen Filets mitsamt etwas Möhrengemüse und Brot. Leckerst!! Apropos Brot: Rainer hat den Bäckerposten an Bord, und nachdem das kapverdische Labberweißbrot endgültig verzehrt war, buk er zwei sehr herzhafte Brote, Weizen- und Roggenmehl gemischt. Wie köstlich doch so ein frisches Selbstgebackenes ist. Ich wüsste gar nicht, wie man ohne dieses eine Langfahrt überlebt. Schwarzbrot in Dosen haben wir zwar auch dabei, aber es ist irgendwie doch nur zweite Wahl.

Zum Wetter: heute ist das Motto „Regenschauer“ angesagt. Zwischenzeitlich habe ich gedacht, gleich werden wir am Hooksieler Außenhafen festmachen und uns erstmal ein Fischbrötchen gönnen;-) Der Wind ist heute nicht unser Freund, von 3- 5 kn umlaufend bis 10- 15 kn ist alles drin. Aber was soll´s, wir haben ja Zeit 😉

Die noch ausstehende Kapverden- Anekdote gibt´s morgen, versprochen. Ich hab nur aus gegebenem Anlass die aktuelle Berichterstattung vorgezogen 🙂

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