Unsere karibische Version der „Tour de France“

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Gerade auf Les Saintes, einer kleiner Inselgruppe südlich von Guadeloupe angekommen, mussten wir erstmal unsere Meldepflicht erfüllen und in Frankreich einklarieren. Also gings ab ins Mäuschen und auf zum nächstgelegenen Strand. Von dort führte auch direkt ein Trampelpfad in die…Stadt?!… Nein, sondern direkt zum nächsten Strand und einer einheimischen Farm. Nur unweit von den hiesigen Hühnern entfernt, lauerte eine Iguana-Familie im Gebüsch. Da diese urzeitähnlichen Echsen doch eine stattliche Größe und zudem noch Hunger hatten (die Hühner 100m weiter erfreuten sich immerhin noch bester Gesundheit), hielten wir ein wenig Abstand – ein paar Schnappschüsse mussten aber natürlich sein. Dann war erstmal gerechte Arbeitsteilung angesagt: Rainer fand irgendwann den richtigen Weg in die Stadt und wir passten derweil in einer Hotelanlage bei einem guten Bier auf das Mäuschen und die Trinity auf.

Nach erfolgreichem Einklarieren rückte der Abend bereits näher und wir schafften es nicht – wie geplant – bis in den Nordwesten der Insel Guadeloupe. Nach einer Übernachtung am unteren Westzipfel ging es am nächsten Morgen aber weiter zum erklärten Ziel – dem verschlafenen Hafenort Deshaine. Vorher machten wir noch einen kurzen Schnorchelstopp am „Pigeon Island“, haben außer seeeehr vieler Schnorchler und einiger kleiner Fische nicht viel entdecken können und erreichten am Nachmittag dann unser Tagesziel. Da der Ort für seine kulinarischen Köstlichkeiten bekannt sein sollte, gönnten wir unserem Smudje Franz einen Tag Kochurlaub und gingen typisch französisch essen – hohe Erwartungen, hohe Preise, kleine Portionen und das Wichtigste: Wi-Fi!! Aber lecker war´s ohne Frage…

Da sich unsere Bordtage langsam dem Ende neigten, musste ein Schlachtplan für die Rückreise geschmiedet werden. Nevis war nicht mehr erreichbar, Montsserat wäre mit Strapazen leistbar gewesen, aber letztlich entschieden wir uns doch für die gelassenere Alternative mitten durch den Mangroven-Kanal, der die beiden Inselteile Guadeloupes trennte – wir dachten zumindest, die beste Wahl getroffen zu haben… 😉  Frohen Mutes segelten wir los und ließen uns auch vom immer seichter werdenden Mangroven-Kanal nicht verunsichern bis… ja, bis uns eine zu niedrige Brücke, auf der der Stadtverkehr von Pointe-A-Pietre tobte, den Weg abschnitt. Einheimische teilten uns mit, dass die Brücke nur morgens um 5Uhr hoch gelassen werde und so suchten wir uns ein Ankerplätzchen im Mangroven-Dickicht, aber natürlich abseits des Straßenlärms. Und da saßen wir nun fest – nur wir, die Trinity, abermillionen kleiner Mücken und… die Startbahn des Flughafens von Pointe-A-Pietre (hoch lebe das Nachtflugverbot – daran sollten sich die Mücken mal ein Beispiel nehmen!). Aber Franz und Rainer waren wieder mal für alles gewappnet – naja, gegen den Fluglärm nicht, aber ein Mückennetz gegen die ungebetenen kleinen Biester war an dieser Stelle Gold wert.

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Und neiiiin – die Brücke öffnete ihre Pforten natürlich nicht um 5Uhr und auch nicht kurz danach und so durften wir den ganzen Weg zurückfahren, um Guadeloupe dann über die Nord-Ost-Seite einmal komplett zu umrunden. Aber so kamen wir noch vor unserer Abreise in den Genuss einer Fahrt in völliger Dunkelheit und konnten noch die Hafenstadt St. Francois kennenlernen, um unsere Grußkarten endlich „loszuwerden“, bevor es raus aus Frankreich, zurück nach Dominica gehen sollte.

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Und so endete unser Besuch auf der Trinity und wir konnten uns einmal persönlich vom Abenteuer- und Überraschungspotenzial der beiden Weltenbummler überzeugen.

Unser Fazit: Die Trinity samt ihrer herzlichen Besatzung ist immer eine Reise wert! Vielen lieben Dank Euch Beiden für die herrliche Zeit an Bord. Ahoi und adieu!

Katrin & Michael

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